vipp-Weiterbildungen

Die vipp-Weiterbildungskommission bietet verschiedene Weiterbildungen an. Die Veranstaltungen können einzeln oder komplett gebucht werden.

Beschreibung der Veranstaltungen:

14. September 2018: Ursachen und Diagnostik der sozialen und emotionalen Entwicklung sowie therapeutische Begleitung von Kindern und Jugendlichen mit einer Intelligenzminderung

Freitag, 14. September 2018, 9.00 – 17.00 Uhr
Romerohaus Luzern, Kreuzbuchstrasse 44, 6006 Luzern

Leitung

Dr. med. Rita Erlewein studierte Humanmedizin in Tübingen und Heidelberg mit anschliessender Dissertation. Sie arbeitete als Assistenzärztin in der Inneren Medizin in Spital und Landarztpraxis. Nach der Facharztausbildung in Pädiatrie war Rita Erlewein als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Tübingen im Bereich Neuropädia-trie tätig und erwarb 2009 den Zusatztitel in Neuropädiatrie. Rita Erlewein hat diverse psychotherapeutische Ausbildungen in Hypnotherapie nach M. Erickson, systemischer Therapie, NLP und SE-Traumatherapie nach Peter Levine. Von 2009 bis 2010 arbeitete sie im Kinderspital Luzern im Konsiliar- und Liaisonpsychiatrischen Dienst/KJPD. Seit 2011 ist sie Oberärztin in der heilpädagogisch-psychiatrischen Fachstelle für Sonderschulen der Lups.

Inhalt

Auffälligkeiten im Verhalten eines Kindes mit Intelligenzminderung treten häufig auf. Sie sind immer eine Form von Kommunikation und drücken eine Unausgeglichenheit im Lebensgefühl aus. Sie können z.B. auf sozio-emotionale Entwicklungsdefizite, auf Störungen in der Bindungsentwicklung oder Schwierigkeiten in der Kommunikation hinweisen.

Ursachen für auffälliges Verhalten sind 5 kardinalen Bereichen zuzuordnen, die Sie an diesem Tag kennen lernen. Sie werden genauer über Aspekte der sozio-emotionalen Entwicklung informiert, weil sie aus heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen die schlüssigsten Zusammenhänge zu herausforderndem Verhalten bieten. Sie werden etwas über Hirnstruktur und Hirnreifung erfahren, die den Entwicklungsschritten zu Grunde liegen.

Weil die Prävalenz einer Autismus-Spektrum Störung (ASS) bei Intelligenzminderung mit der Schwere der Intelligenzminderung zunimmt, erfahren Sie etwas über die Früh-symptome. Eine kleine Videosequenz wird Ihnen multisystemische und multimodale Unterstützungsmöglichkeiten zeigen.

Die psychische Stabilität der Eltern wird weniger durch den Grad der Behinderung als durch die Belastungen durch ein auffälliges Verhalten bei ihren betroffenen Kindern beeinflusst (Klaus Sarimski, 2008), weshalb sie einer besonderen zusätzlichen Wahrnehmung bedarf. In der Weiterbildung wird Ihnen zudem die Bedeutung dieser systemischen Aspekte rund um ein Kind mit einer Intelligenzminderung aufgezeigt.

Organisation

Bea Maag, Schulpsychologischer Dienst Willisau, Kommission Weiterbildung vipp

Preis

Fr. 150.- für vipp-Mitglieder
Fr. 180.- für Nichtmitglieder
(inkl. Mittagessen und Pausengetränke)

zum Anmeldeformular

 

15. März 2019: Diagnostik und Behandlung von Persönlichkeitsstörungen im Kindes- und Jugendalter

Freitag, 15. März 2019, 9.00 – 17.00 Uhr
Romerohaus Luzern, Kreuzbuchstrasse 44, 6006 Luzern

Leitung

Susanne Schlüter-Müller, Prof. Dr. med., Ärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, tätig seit 1997 in eigener Praxis in Frankfurt und Oberärztin in der Forschung der UPK Basel, Schwerpunkt Erforschung und Behandlung von Persönlich-keitsstörungen im Jugendalter. Frau Prof. Schlüter-Müller engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich für traumatisierte Flüchtlingskinder.

Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Klaus Schmeck war von 2006 bis 2015 Chefarzt und Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Klinik (KJPK) an den Universitären Psychiatri-schen Kliniken Basel (UPK). Seit 2006 ist er zudem Ordinarius für Kinder- und Jugend-psychiatrie an der Medizinischen Fakultät der Universität Basel. Aktuell leitet er ein Forschungsprojekt zur Wirksamkeit von Psychotherapie für Jugendliche mit Borderline-Persönlichkeitsstörung.

Inhalt

Susanne Schlüter-Müller und Klaus Schmeck beschäftigen sich seit vielen Jahren mit Identitätsstörungen bei Kindern und Jugendlichen. Dabei stellte sich ihnen die Frage, ob es gerechtfertigt und sinnvoll ist, bereits im Kindes-/Jugendalter die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung zu stellen. Nach wie vor wird diese Diagnose kontrovers disku-tiert. Es wird befürchtet, dass Kinder/Jugendliche durch die Diagnose einer Persönlich-keitsstörung stigmatisiert werden. Dem stehen neueste Forschungsergebnisse und die therapeutischen Erfahrungen der beiden Referenten gegenüber, die für die Verwen-dung des Konzepts der Persönlichkeitsstörung im Kindes- und Jugendalter sprechen. Werden komplexe psychische Störungen entsprechend benannt, können spezifische Behandlungsverfahren eingesetzt werden, um eine Chronifizierung der Störung so weit wie möglich zu verhindern.

Klaus Schmeck und Susanne Schlüter-Müller werden uns theoretisch und mit Fallbei-spielen ins Thema einführen und von der aktuellen Studienlage berichten. Sie werden auf die besondere Bedeutung von Störungen der Identität für die Entwicklung von Persönlichkeitsstörungen eingehen und Möglichkeiten der Erfassung von Identitäts-störungen darstellen. Anschliessend werden sie ihr Behandlungsprogramm AIT (Ado-lescent Identity Treatment) unter anderem anhand von Videobeispielen vorstellen.

Adolescent Identity Treatment ist eine Therapiemethode, die auf die Behandlung von Identitätsstörungen als dem zentralen Merkmal einer Persönlichkeitspathologie fokussiert. Die Therapiemethode integriert spezifische Techniken zur Behandlung von Persönlichkeitspathologien im Jugendalter auf der Grundlage der Objektbeziehungstheorie und modifizierten Elementen der Übertragungsfokussierten Psychotherapie. Weitere Elemente von AIT sind Psychoedukation, ein verhaltenstherapeutisch orientierter Homeplan und die intensive Einbeziehung der Eltern.

Organisation

René Buchmann, Schulberatung für Berufsbildung und Gymnasien, Kommission Weiterbildung vipp

Preis

Fr. 150.- für vipp-Mitglieder
Fr. 180.- für Nichtmitglieder
(inkl. Mittagessen und Pausengetränke)

zum Anmeldeformular

 

14. Juni 2019: Rechenschwäche - Rechenstörung - Dyskalkulie

Freitag, 14. Juni 2019, 9.00 – 17.00 Uhr
Romerohaus Luzern, Kreuzbuchstrasse 44, 6006 Luzern

Leitung

MSc. Lis Reusser, dipl. Heilpädagogin und Psychologin, arbeitet als Dozentin für mathematische Lehr-/Lernstörungen und Praxisanleiterin am Institut für Heilpädagogik der PHBern und ist seit vielen Jahren in der Beratung und Weiterbildung von Lehrper-sonen und HeilpädagogInnen tätig. Langjährige Unterrichtserfahrung auf allen Stufen, Mitarbeit bei der Entwicklung von BeSMath und BASIS-MATH, kleine Privatpraxis zur Abklärung von mathematischen Lernschwierigkeiten und zur mathematischen Förde-rung. Mitautorin von Begleitmaterialien zum Zahlenbuch und der aktuellen Überar-beitung der Zahlenbücher 1 – 4.

Inhalt

Im ersten Teil geht es um typische Merkmale von Rechenschwierigkeiten und deren mögliche Ursachen. Anhand von Forschungsergebnissen wird gezeigt, welche zentralen Konzepte rechenschwache Lernende nicht verstanden haben und wie dies den weiteren Lernprozess beeinträchtigt.

Im zweiten Teil werden daraus Kriterien für sinnvolle Testinstrumente zur Erfassung von Rechenschwäche abgeleitet. Die Teilnehmenden reflektieren gängige Tests anhand dieser Kriterien und setzen sich mit der Diagnostik nach ICD-10 auseinander. Es wird aufgezeigt, wie eine differenzierte Abklärung erfolgen kann und welche Möglichkei-ten der Nachteilsausgleich beinhaltet – und welche nicht.

Im dritten Teil beschäftigen wir uns mit Fragen rund um Förderung und Beratung: Worauf gilt es im Unterricht präventiv zu achten? Welche Massnahmen sind bei Interventionen erfolgsversprechend und welche eher nicht? Was können Eltern zu Hause tun, und was sollten sie besser lassen?

Ziele der Weiterbildung:

Die Teilnehmenden

  • kennen typische Merkmale von Rechenschwierigkeiten
  • kennen Kriterien für Testinstrumente zur Erfassung von Rechenschwäche und können diese anwenden
  • kennen das mehrstufige Abklärungsverfahren
  • können Lehrpersonen und Eltern Hinweise zur Prävention von Rechenschwierigkeiten und zur Förderung bei Rechenschwäche geben
Organisation

Sandra Widmer, Schulpsychologischer Dienst Sarnen, Kommission Weiterbildung vipp

Preis

Fr. 150.- für vipp-Mitglieder
Fr. 180.- für Nichtmitglieder
(inkl. Mittagessen und Pausengetränke)

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  Ausschreibung zum Ausdrucken
  Anmeldeformular zum Ausdrucken

Link zum Online-Anmeldeformular für die vipp-Weiterbildungen


Allgemeine Hinweise zu den Veranstaltungen / Anmeldungsprozedere
Adressatinnen und Adressaten

Die Weiterbildungen des vipp richten sich an alle Mitglieder des Verbandes der Innerschweizer Psychologinnen und Psychologen. Auch Mitglieder verwandter Berufsgruppen und Institutionen (VPZ, KJPD usw.) sowie Psychologinnen und Psychologen aus anderen Regionen sind zu den Veranstaltungen eingeladen.

Anerkennung

Die Veranstaltungen werden im Rahmen der SKJP (Schweizerische Vereinigung für Kinder- und Jugendpsychologie) gesamtschweizerisch ausgeschrieben und können für den Fachtitel "Fachpsychologe/in für Kinder- und Jugendpsychologie FSP" angerechnet werden.

Ort/Verpflegung

Alle Veranstaltungen finden im Romerohaus, Kreuzbuchstrasse 44, 6006 Luzern, statt (ab Bahnhof Bus Nr. 6 oder 8 Richtung Würzenbach, Haltestelle Brüelstrasse; einige markierte Parkplätze). Das Mittagessen sowie die Pausenverpflegung sind im Preis inbegriffen.

Kommission Weiterbildung vipp

Die Kommission Weiterbildung vipp ist eine vom Verband der Innerschweizer Psychologinnen und Psychologen eingesetzte Arbeitsgruppe. Sie organisiert alljährlich einen Weiterbildungszyklus zu praxisrelevanten Themen. Der Gruppe gehören an: Karin Brantschen Sofi, René Buchmann, Bea Maag, Willi Müller und Sandra Widmer.

Weitere Informationen zur Weiterbildungskommission

Wichtige Informationen zur Anmeldung

Anmeldung über das Anmeldeformular oder mit dem zugestellten Anmeldetalon möglichst umgehend, spätestens bis einen Monat vor dem Veranstaltungstermin, an: Kommission Weiterbildung vipp, c/o Schulberatung für
Berufsbildung und Gymnasien, Obergrundstrasse 51, 6002 Luzern.

Gleichzeitig sind die entsprechenden Kurskosten auf PC-Konto LKB 60-41-2, Konto ‚vipp-WB’ 01-06-508284-0 (IBAN: CH97 7700 8010 6508 2840 1) einzuzahlen. Die Anmeldung gilt als definitive Teilnahme, sobald die Kurskosten überwiesen worden sind.

Bei einer Anmeldung für den ganzen Weiterbildungszyklus vor dem 31. August 2017 wird ein Rabatt gewährt (Fr. 400.- statt Fr. 450.- für vipp-Mitglieder / Fr. 490.- statt Fr. 540.- für Nichtmitglieder).

Die Anmeldung ist definitiv, keine Rückerstattung bei allfälliger späterer Abmeldung.

vipp-Sekretariat

Susanne Mattmann
Usserhus 2
6023 Rothenburg

sekretariat(at)vipp.ch


News
Vorschau:
vipp-Samichlaus

Freitag 7. Dezember 2018
in Emmenbrücke


vipp Weiterbildungen

Die vipp Weiterbildungen 2018/19 sind online


Impressionen der 39. MV vom 4.5.2018 in Stans


Verzeichnis der FSP Psychologinnen und Psychologen in der Innerschweiz


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