vipp-Weiterbildungen

Die vipp-Weiterbildungskommission bietet verschiedene Weiterbildungen an. Die Veranstaltungen können einzeln oder komplett gebucht werden.

Für Fragen zu den Weiterbildungen wenden Sie sich bitte an unsere Sekretärin Daniela Meier, sekretariat@vipp.ch.


Die Weiterbildungskommission (wbk) sucht Verstärkung!

Die Kommission Weiterbildung vipp ist eine vom Verband der Innerschweizer Psychologinnen und Psychologen eingesetzte Arbeitsgruppe. Sie organisiert alljährlich einen Weiterbildungszyklus zu praxisrelevanten Themen. Die Mitglieder der wbk treffen sich jährlich 3 bis 4 Mal, um das Weiterbildungsprogramm besprechen und organisieren zu können. Bei Interesse melde dich gerne bei: Karin Brantschen Sofi, karin.brantschen@lu.ch

Wir freuen uns auf dich! 


Weiterbildungen 2024

13. Juni 2024: Fachstelle Agredis / Gewaltberatung und pädagogisches Boxen

Donnerstag, 13. Juni 2024, 9.00 – 17.00 Uhr
Romerohaus Luzern, Kreuzbuchstrasse 44, 6006 Luzern

EINFÜHRUNG IN DIE ARBEITSFELDER UND ARBEITSWEISE DER FACHSTELLE AGREDIS GEWALT-BERATUNG LUZERN SOWIE DAS PÄDAGOGISCHE BOXEN ALS PÄDAGOGISCHES ARBEITSINSTRUMENT
Leitung

François Burri, Agredis-Gewaltberater, Roland Limacher, Agredis-Gewaltberater, Tobias Kamber, Agredis-Gewaltberater und Fachperson für pädagogisches Boxen

Inhalt

Die Fachstelle Agredis Gewaltberatung Luzern ist ein Angebot für gewaltausübende oder gewaltbereite erwachsene und jugendliche Männer und Frauen aller Zentralschweizer Kantone.

Die Weiterbildung führt im ersten Teil in die Praxis und das Konzept von Agredis ein. Als Teilnehmende erhalten Sie einen Einblick in die Tätigkeits- und Arbeitsfelder sowie das Beratungskonzept von Agredis. Gewalt löst Angst aus, macht ohnmächtig, verunmöglicht Vertrauen und zerreisst Beziehungen. Agredis begleitet Menschen in der Sensibilisierung und Schulung der Selbstwahrnehmung sowie Ermutigung, zum Wahrgenommenen und den eigenen Gefühlen zu stehen. Sie werden zur Verantwortungsübernahme befähigt und ihre Selbstkontrolle wird unterstützt. Im Mittelpunkt einer Beratung steht die phänomenologisch-emotionale Methode nach Lempert und der Gewaltkreislauf, der aufzeigt wie in grenzüberschreitenden Situationen Themen wie Spannungsaufbau, Gewalteskalation und Reue eingebettet sind.

Im zweiten Teil der Veranstaltung wird das Angebot des pädagogischen Boxens in den Mittelpunkt gestellt. Das pädagogische Boxtraining richtet sich an Jugendliche, die sich sozial, emotional und körperlich weiterentwickeln möchten. Es bietet einen einfachen und offenen Zugang zu Themen wie Respekt, Selbstvertrauen, Selbstkontrolle, Selbstwahrnemung, eigenen und fremden Aggressionen, Durchhaltewillen, Impulskontrolle, Grenzen, Angst, Niederlage, usw. In den Räumlichkeiten von kock-in im Romerohaus, haben Sie die Möglichkeit, eigene praktische Erfahrungen mit dem pädagogischen Boxen zu machen und sich darüber auszutauschen.

Organisation

Pascal Lüchinger, Kommission Weiterbildung vipp

Preis

Fr. 160.00 für vipp-Mitglieder
Fr. 190.00 für Nichtmitglieder
(inkl. Mittagessen und Pausengetränke)


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20. September 2024: Sex, Gender und alles dazwischen. Geschlechterkonzepte für den (Schul-)Alltag

Freitag, 20. September 2024, 9.00 – 17.00 Uhr
Romerohaus Luzern, Kreuzbuchstrasse 44, 6006 Luzern

1. TEIL:
SEX, GENDER UND ALLES DAZWISCHEN: WICHTIGE GESCHLECHTSKONZEPTE FÜR DEN (SCHUL-)ALLTAG
Leitung

Dr. med. David Garcia Nuñez ist Leiter vom Innovations-Focus Geschlechtervarianz. Dieses Zentrum ist die grösste klinische interdisziplinäre Einheit, mit deren Unterstützung Personen mit einer Geschlechtsinkongruenz ihre soziale und/oder medizinische Transition durchführen können. David Garcia Nuñez ist Psychiater, psychoanalytischer Psychotherapeut und Sexualtherapeut und arbeitet seit 2008 mit trans und inter Personen zusammen. Während dieser Zeit hat er multiple Artikel zum medizinischen Verständnis von "Geschlecht" verfasst. Sein Forschungsschwerpunkt liegt bei der Untersuchung von biopsychosozialen Folgen von Minderheitenstress in der LGBTIQ+-Bevölkerung.

Inhalt

In dieser Weiterbildung erhalten die Teilnehmenden die wichtigsten Informationen über die aktuell gängigsten "Geschlechterkonzepte" und ihre Handhabung im (Schul-)Alltag. Anhand von Beispielen wird der Coming-out-Prozess mit dessen Chancen und Risiken vorgestellt. Schliesslich werden mögliche medizinische Behandlungen zur Reduktion von geschlechtsdysphorischen Symptomen beschrieben. Ziel ist, dass die Teilnehmenden verschiedene Geschlechterkonzepte kennen und sie situationsadäquat anwenden können, sowie die Entstehungs- und prozeduralen Mechanismen kennenlernen, die zum Coming-Out von LGBTIQ+-Personen führen.

2. TEIL:
SEX, GENDER UND ALLES DAZWISCHEN: BEST-PRACTICES FÜR GESCHLECHTERVIELFALT IN SCHULE UND BERTAUNG
Leitung

Hannes Rudolph ist Psychologe und Trans-Berater für den LGBTQ-Verein HAZ – Queer Zürich. Er war Gründungsmitglied des Transgender Networks Switzerland und leitete während zehn Jahren die Fachstelle für trans Menschen in Zürich. In dieser Rolle hat er mehr als eintausend trans Personen, Angehörige und Fachleute beraten, Teams gecoacht und Schulungen konzipiert und gehalten. Er ist Mitglied der interdisziplinären Fachgruppe Trans* und des Verbandes für lgbtiq Personen in der Psychologie (VLSP e. V.) und publiziert regelmässig in Fachzeitschriften, zuletzt im Swiss Medical Forum der Schweizer Ärztezeitung.

Inhalt

Am zweiten Halbtag zum Thema Geschlechtervielfalt wird es um beraterisches Handeln und den Umgang mit trans Personen in der Schule gehen. Zudem werden wir näher beleuchten, warum trans Personen oft Unsicherheit in ihrem Umfeld auslösen. Neben einer beraterischen Grundhaltung und best-practices in schulischen Situationen werden Möglichkeiten aufgezeigt, trans Personen vor Diskriminierung zu schützen. Die Teilnehmenden haben Gelegenheit, an Praxisbeispielen zu arbeiten und ihre Fragen zu klären. Ziel ist, dass die Teilnehmenden wissen, wie adäquates Handeln gegenüber trans Schüler*innen oder trans Kolleg*innen aussehen könnte und sie kennen den rechtlichen und psychosozialen Rahmen, in dem sich die Handlungsmöglichkeiten bewegen. Die Teilnehmenden erfahren, was im professionellen beraterischen oder therapeutischen Kontakt mit trans Personen in verschiedenen Phasen ihrer Trans-Biografie zu beachten ist und wie eine tragfähige Beziehung gestaltet werden kann. Die Teilnehmenden gewinnen Sicherheit im Umgang mit praktischen Situationen und wissen, wo sie und ihre trans Klient*innen bei Bedarf Unterstützung finden.

Organisation

Bea Maag, Weiterbildungskommission vipp

Preis

Fr. 160.00 für vipp-Mitglieder
Fr. 190.00 für Nichtmitglieder
(inkl. Mittagessen und Pausengetränke)


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29. November 2024: Placebo und Psychotherapie

Freitag, 29. November 2024, 9.00 – 17.00 Uhr
Romerohaus Luzern, Kreuzbuchstrasse 44, 6006 Luzern

IST DAS PLACEBO EINE PSYCHOTHERAPIE UND / ODER IST PSYCHOTHERAPIE EIN PLACEBO?
Leitung

Prof. Dr. Jens Gaab, Fakultät für Psychologie, Universität Basel

Inhalt

Die Geschichte der Behandlung ist die einer fortwährenden Suche nach wirksamen Therapien und Interventionen, wobei diese Wirkung oft nicht mehr als der sogenannte Placeboeffekt war beziehungsweise ist. Um das zu ändern, wurde ab der Mitte des letzten Jahrhunderts mit dem placebo-kontrollierten Studiendesign der Goldstandard der klinischen Interventionsforschung etabliert, der theoretisch das therapeutische Spreu vom wirksamen Weizen trennen soll. Das Placebo wird entsprechend als Statthalter für alles therapeutisch Unerwünschte gesehen, wobei alles, was besser als das Placebo ist, dann als "wirksam" anerkannt wird. Das führt zu verschiedenen paradoxen Situationen. Erstens werden damit an sich wirksame Behandlungen dann als unwirksam angesehen werden, wenn sie nicht besser als das Placebo sind. Zweitens werden die dem Placebo inhärenten Kräfte – in der Regel die therapeutische Beziehung und die Erwartungen und Hoffnungen – damit zu therapeutischen Paria und drittens öffnet das Tür und Tor für scheinbar wirksame Behandlungen, die nur deswegen wirksam sind, weil das Placebo, gegen das sie verglichen werden, so konzipiert ist, dass es eigentlich nur verlieren kann.

Aus klinisch-ethischer Sicht ist das Paradox einer eigentlich wirksamen Intervention, die man aber nicht einsetzen darf, weil sie auf Täuschung beruht, wohl das prominenteste Problem. Interessanterweise – beziehungsweise bedauerlicherweise – wird dieses Problem oft damit gelöst, dass man anstelle von wirksamen, aber unerlaubten Placebo dann oft wenig wirksame, aber erlaubte Medikamente einsetzt. Gleichermassen interessant – und zudem erfreulich – ist hier die Erforschung von offen gegebenen Placebo, dass heisst eigentlich inhaltsleeren Behandlungen, die durch ihre offene Verabreichung («Das ist ein Placebo!») ethisch unproblematisch sind und zudem auch klinisch bedeutsame Wirkung haben. Wo ist in dieser Debatte aber die Psychotherapie positioniert? Ist Psychotherapie ein Placebo und/oder das Placebo eine Psychotherapie?

Der Workshop soll in die Forschung zu dieser kontraintuitiven Behandlung einführen und Möglichkeiten, Herausforderungen und Grenzen thematisieren.

Literatur (wird auf Wunsch – dazu eine Email an jens.gaab@unibas.ch – geschickt)

Buergler S, Sezer D, Bagge N, Kirsch I, Locher C, Carvalho C, Gaab J. Imaginary pills and open-label placebos can reduce test anxiety by means of placebo mechanisms. Sci Rep. 2023 Feb 14;13(1):2624. doi: 10.1038/s41598-023-29624-7

Sezer D, Locher C, Gaab J. Deceptive and open-label placebo effects in experimentally induced guilt: a randomized controlled trial in healthy subjects. Sci Rep. 2022 Dec 8;12(1):21219. doi: 10.1038/s41598-022-25446-1

Gaab, J., Blease, C., Locher, C., Gerger, H. (2015). Go open - a plea for transparency in psychotherapy. Psychology of Consciousness: Theory, Research, and Practice, American Psychological Association. http://dx.doi.org/10.1037/cns0000063

Organisation

Sandra Widmer, Weiterbildungskommission vipp

Preis

Fr. 160.00 für vipp-Mitglieder
Fr. 190.00 für Nichtmitglieder
(inkl. Mittagessen und Pausengetränke)


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Allgemeine Hinweise zu den Veranstaltungen / zum Anmeldungsprozedere
Adressatinnen und Adressaten

Die Weiterbildungen des vipp richten sich an die Mitglieder des Verbandes der Innerschweizer Psychologinnen und Psychologen. Auch Mitglieder verwandter Berufsgruppen und Institutionen (VPZ, KJPD usw.) sowie Psychologinnen und Psychologen aus anderen Regionen sind zu den Veranstaltungen eingeladen.

Ort/Verpflegung

Alle Veranstaltungen finden im RomeroHaus, Kreuzbuchstrasse 44, 6006 Luzern, statt (ab Bahnhof Bus Nr. 6 oder 8 Richtung Würzenbach, Haltestelle Brüelstrasse; einige markierte Parkplätze). Das Mittagessen sowie die Pausenverpflegung sind im Preis inbegriffen.

Kommission Weiterbildung vipp

Die Kommission Weiterbildung vipp ist eine vom Verband der Innerschweizer Psychologinnen und Psychologen eingesetzte Arbeitsgruppe. Sie organisiert alljährlich einen Weiterbildungszyklus zu praxisrelevanten Themen. Der Gruppe gehören an: Karin Brantschen Sofi, Sarah Gisler, Pascal Lüchinger, Bea Maag und Willi Müller.

Weitere Informationen zur Weiterbildungskommission

Wichtige Informationen zur Anmeldung

Bitte melden Sie sich über das Anmeldeformular oder mit dem zugestellten Anmeldetalon frühzeitig an. Wenn möglich bis einen Monat vor Kursbeginn: Kommission Weiterbildung vipp, c/o Fachstelle Psychologische Beratung Berufsbildung & Gymnasien, Obergrundstrasse 51, 6002 Luzern.

Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie vom Sekretariat eine Anmeldebestätigung mit Hinweis zu den Kurskosten.

Die Kurskosten überweisen Sie bitte auf unser Konto der Luzerner Kantonalbank, vipp-Weiterbildung, 6005 Luzern IBAN CH45 0077 8194 5500 6200 3
Die Anmeldung gilt als definitive Teilnahme, sobald die Kurskosten überwiesen worden sind.

Bei einer Anmeldung für den ganzen Weiterbildungszyklus 2024 vor dem 31. Januar 2024 wird ein Rabatt gewährt (CHF 430.00 statt CHF 480.00 für vipp-Mitglieder / CHF 520.00 statt CHF 570.00 für Nichtmitglieder).

Die Anmeldung ist verbindlich, es erfolgen keine Rückerstattungen bei allfälliger späterer Abmeldung.

Die Ausschreibung gilt als Einladung und Kursprogramm. Es werden keine Einladungen verschickt. 

vipp-Sekretariat

Daniela Meier
Spitalstrasse 25
6004 Luzern

sekretariat(at)vipp.ch

Telefon 041 511 25 52

Sekretariatszeiten
Dienstag 8.30 bis 11.30 Uhr
Freitag 8.30 bis 11.30 Uhr

Ferien Sekretariat
5. - 18. August 2024


Veranstaltungen

Die Fotos der Veranstaltungen sind im Mitgliederbereich gespeichert.


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